An der Ostseek├╝ste (2016)

 


Danzig


Halbinsel Hel


Thorn

Diese individuelle Reise, bei der Natur und Kultur gleichermaßen im Mittelpunkt stehen, führt uns zuerst in die alte Hansestadt Thorn/Torun an der Weichsel. Bekanntester Sohn der Stadt ist Nikolaus Kopernikus, Astronom, Arzt und Humanist, der hier 1473 geboren wurde.
Die Altstadt des mittelalterlichen Thorn zählt zum Weltkulturerbe. Ihre zahlreichen, hanseatisch beeinflussten Baudenkmäler verbreiten ein außergewöhnliches Flair. Kopernikus hinterließ in der Lebkuchen-Stadt zahlreiche Spuren. Bei einem geführten Rundgang werden wir unter anderem sein Geburtshaus, sein Denkmal und das gotische Rathaus kennen lernen.
Von Thorn aus fahren wir weiter nach Danzig/Gdansk. Berühmte Architekten, Künstler und Schmiede schufen das städtebauliche Juwel an der Weichselmündung in die Ostsee. Auf dem Weg zur Altstadt unternehmen wir einen Abstecher zum historisch bedeutsamen und europaweit bekannten Bade- und Kurort Zoppot/Sopot. Bemerkenswert ist die Zoppoter Waldoper, ein Freilichttheater mit einer herausragenden Akustik. Weiterhin steht auf dem Programm der Besuch der Mole, des längsten Seestegs Europas (511,5 m). Eine besondere Attraktion stellt das historische Grand Hotel Zoppot dar. Mit Blick auf die Ostsee und den privaten Strand vereint das heutige Sofitel-Luxushaus gekonnt die eindrucksvolle Jugendstil-Architektur seiner Entstehungszeit mit der französischen Kunst der Spitzenhotellerie.
Entlang des Königswegs
Bei einem anschließenden Rundgang durch Danzig lernen wir die restaurierte Altstadt kennen. Die Frauengasse, der Artushof und die gewaltige Marienkirche sind nur einige der Sehenswürdigkeiten, denen wir begegnen. Entlang des Königswegs – vom Hohen Tor über den Langen Markt zum Grünen Tor – stehen prächtige Gebäude. Prunkvolle Bürger- und Gildenhäuser, üppige Speicher und alte Kontore erinnern an die glanzvolle Zeit reicher Kaufleute und Patrizier. Das mittelalterliche Krantor gilt als das Wahrzeichen Danzigs.
Von Danzig führt uns die Tour nach Seynowa/Chalupy, Jurata und Hela /Hel auf der Halbinsel Hel, die mit ihrer reizvollen Küstenlandschaft ein Magnet für Badeurlauber ist. Der Charme der 34 Kilometer langen Landzunge, die die Danziger Bucht teilweise von der Ostsee trennt, ist einzigartig. Die zur Kaschubei gehörende Halbinsel entstand aus einer Kette von Inseln. Durch die Meeresströmung schlossen sich die Lücken zwischen den Inseln und Dünen. Hel ist zwischen 200 Metern und drei Kilometern breit.
Leuchtturm und Seehunde
Wir besuchen unter anderem die Ortschaft Jurata. Das nach der Meereskönigin aus einem baltischen Märchen benannte Dorf liegt wird von einem Kiefernwald und Dünen gegen raue Seewinde abgeschirmt. Aufgrund seines milden Klimas und seines pittoresken Charakters war Jurata schon vor hundert Jahren bei deutschen und polnischen Künstlern sehr beliebt.
Besonders interessant ist das pittoreske Fischerstädtchen Hela/Hela an der Südostspitze der Landzunge. Sehenswert dort sind das Fischfangmuseum, der etwas außerhalb der Ortschaft liegende Leuchtturm und eine Seehundkolonie.
Am Ende der Reise besichtigen wir Bromberg/Bydgoszcz. Bromberg liegt in der Region Kujawien-Pommern/Kujawski-Pomorski, an der Mündung der Brahe/Brda in die Weichsel. Auf Grund ihrer geographischen Lage ist die Stadt eines der Handelszentren Polens und über Brahe, Oder und Brombergschen Kanal auf dem Wasserweg direkt mit Berlin verbunden. In der Altstadt wurden mittlerweile zahlreiche Gebäude stilvoll restauriert. „Klein-Berlin“ wurde Bromberg um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert genannt. Einige Straßenzüge erinnern bis heute an Charlottenburg. Eine Zugverbindung in die damalige preußische Hauptstadt wurde 1851 eröffnet.